Sonnenschutz für Kinder

05:51, 24.06.2017

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Zum Sommer gehört für Kinder auch das Spielen im Freien. Dabei muss die Kinderhaut besonders geschützt werden, denn sie ist sonnenempfindlicher als die Haut von Erwachsenen. Wie Sie Ihr Kind am besten vor Hautschäden schützen und warum zu viel fettige Sonnencreme den Körper von Kindern belastet, erklärt die Apothekerkammer Hessen.

Die 4-H-Regel beachten

Im Vergleich zu Erwachsenenhaut ist Kinderhaut deutlich sonnenempfindlicher, daher benötigt die Haut Ihrer Kinder auch einen besseren Sonnenschutz. Ob am Strand oder auf dem Spielplatz – richten Sie sich am besten nach der 4-H-Regel:

  • Hut
  • Hemd
  • Hose
  • Hoher Sonnenschutzfaktor

Am wichtigsten ist der Schutz durch Schatten und Kleidung. Sonnencreme ist nur das i-Tüpfelchen auf dem korrekten Sonnenschutz. Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, erklärt: „Viele Eltern unterschätzen, dass im Sonnenschein der ganze Körper des Kindes aufgeheizt wird. Wenn dann der komplette Körper mit fettiger Sonnencreme eingerieben ist, fällt es insbesondere Babys sehr schwer, richtig zu schwitzen. So wird im schlimmsten Fall ein Hitzestau erzeugt, der nicht ungefährlich ist.“ Damit der Wärmeausgleich funktionieren kann, tragen Sie Sonnencreme nur auf die unbekleideten Stellen auf.

Spezialprodukte für Kinder verwenden

Nutzen Sie das spezielle Angebot an Sonnenschutzmitteln für Babys und Kleinkinder. „Kinderhaut ist sehr dünn und durchlässig für viele Stoffe, die die Erwachsenenhaut nicht durchdringen können. Deshalb werden an Präparate, die auf Kinderhaut angewendet werden, besondere Ansprüche gestellt. Das gilt sowohl für die Grundstoffe von Salben und Cremes wie auch für Wirkstoffe und erforderliche Konservierungsmittel“, betont Erika Fink. Besonders streng sind die Anforderungen bei Produkten für Kinder unter zwei Jahren.

Physikalische Produkte besser verträglich

Achten Sie bei der Auswahl des Sonnenschutzes darauf, ob dieser auf chemischen oder physikalischen Filtersubstanzen basiert. Chemische Filtersubstanzen absorbieren das UV-Licht und verändern sich dabei. Die zarte Kinderhaut reagiert darauf oft mit Reizungen. Verwenden Sie für Kleinkinder und Babys besser Sonnencremes mit physikalischen Filtersubstanzen. Sie bestehen aus kleinsten Plättchen von Metalloxiden wie Zinkoxid oder Titanoxid, die sehr zuverlässig das gesamte Spektrum des Sonnenlichts reflektieren. Dafür ist es wichtig, dass Sie die Sonnencreme gleichmäßig auf der Haut verteilen. Bei Präparaten minderer Qualität kommt es zum sogenannten Weißeln: Die Partikel setzen sich weiß in Hautfalten ab. Dies mindert auch den Sonnenschutz. Daher sollten Sie immer Präparate wählen, die gleichmäßig auf der Haut verbleiben. Ihr Apotheker empfiehlt Ihnen geeignete Produkte.

Ein weiterer Tipp: Den Sonnenschutz für die Augen nicht vergessen. Mit Hut oder einer Sonnenbrille sind Kinder rundherum geschützt.

Rückenschmerzen bei Kindern

05:47, 22.06.2017

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Rückenschmerzen zählen inzwischen zu den häufigsten Beschwerden bei Kindern und Jugendlichen. Die Stiftung Kindergesundheit informiert über Ursachen und verrät Maßnahmen für die Rückengesundheit.

Rückschmerzen gelten als typisches Erwachsenenleiden. „Inzwischen haben jedoch mehrere große Untersuchungen ergeben, dass Rückenschmerzen auch bei Kindern und Jugendlichen ein weit verbreitetes Phänomen sind und in den letzten Jahren massiv zugenommen haben“, berichtet der Kinder- und Jugendarzt Prof. Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit. Was steckt hinter diesem so rasant zunehmenden Problem?

Wirbelsäulenveränderungen ausschließen lassen

Bei etwa 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit Rückenschmerzen liegt eine Wirbelsäulenveränderung zugrunde, zum Beispiel eine Skoliose (seitlich verkrümmte Wirbelsäule) oder ein Morbus Scheuermann (Verknöcherungsstörung der Wirbelsäule). Bei beiden Erkrankungen ist die Behandlung umso erfolgsversprechender, je früher sie beginnt. Regelmäßige Rückenschmerzen sollten deshalb zu einem Kinder- und Jugendarzt führen, um eine Wirbelsäulenerkrankung abzuklären.

Kinderrücken leiden unter Bewegungsmangel

Bei der Mehrheit der Kinder und Jugendlichen mit Rückenschmerzen besteht jedoch keine krankhafte Wirbelsäulenveränderung. Kinder- und Jugendärzte vermuten hier andere Gründe für die Rückenbeschwerden, etwa Fehlhaltungen und Bewegungsmangel. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Kinder und Jugendliche eine moderate bis starke Aktivität über mindestens 60 Minuten pro Tag – im Idealfall an mindestens fünf Tagen pro Woche. Dieser Richtwert wird in Deutschland gegenwärtig nur von 27,5 Prozent der 3- bis 17-Jährigen erreicht. Je älter die Kinder, umso geringer ihre Alltagsaktivität. Eine gewichtige Rolle dabei spielen moderne Medien. Smartphone, PC, Fernseher und PlayStation beanspruchen immer mehr Zeit von Kindern und Jugendlichen. Das viele Sitzen belastet den Rücken und begünstigt die Entwicklung von Übergewicht. Die Stiftung Kindergesundheit appelliert deshalb an alle Eltern, Kinder zu mehr Bewegung zu motivieren.

Tipps für eine gesunde und rückenfreundliche Entwicklung von Kindern

  • Die Freizeit aktiv gestalten! Lieber mit dem Rad fahren oder zu Fuß gehen, anstatt das Auto zu benutzen. Gemeinsame Spiele und Ausflüge mit dem Nachwuchs machen Spaß und bereichern Gesundheit und Familienleben gleichermaßen.
  • Einen ergonomischen Schulranzen kaufen! Der Ranzen sollte eng am Körper anliegen und über ein rutschfestes Rückenteil verfügen sowie über mindestens vier Zentimeter breite und gepolsterte Tragegurte. Schwere Inhalte in körpernahen Fächern verstauen und keinen unnötigen Ballast mitschleppen, sondern den Inhalt täglich neu packen.
  • Spielpartner organisieren oder Sportvereinen beitreten. Wer allein spielt, bewegt sich wenig. Sportvereine fördern Freundschaften und soziale Kontakte. In der Regel findet jedes Kind eine Sportart, die es mag.
  • Den Medienkonsum der Kinder kontrollieren und begrenzen. Für Grundschulkinder genügt eine Stunde Fernsehen, Internet oder DVD am Tag. Dauert ein Film mal länger, wird dafür an einem anderen Tag auf das Medium verzichtet. Filme und Sendungen am besten im Vorfeld gemeinsam mit dem Kind auswählen.

Herzdruckmassage rettet Leben

05:46, 21.06.2017

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Jährlich sterben etwa 65.000 Menschen in Deutschland am plötzlichen Herztod. Viele der Todesfälle ließen sich durch Reanimation verhindern – doch ungeübte Ersthelfer reagieren häufig falsch.

Nach dem Herzstillstand zählt jede Sekunde. Dennoch führen Helfer häufig keine angemessene Wiederbelebung durch. Der Kardiologe und Notfallmediziner Dr. Dietrich Andresen beklagt: „Leider erleben wir es immer wieder, dass der Ersthelfer nach Absetzen des Notrufs nicht sofort mit der Herzdruckmassage beginnt. Stattdessen lässt er das Opfer allein, um einen Defibrillator zu suchen. Lebenswichtige Minuten, in denen das Gehirn nicht mit Sauerstoff versorgt wird, gehen verloren. Minuten, in der die Überlebenschancen des Patienten rapide sinken.“

Wiederbelebung muss sofort und ohne Pause erfolgen

Häufig vermeiden Ersthelfer die Herzdruckmassage aus Angst vor Fehlern. Doch ohne sofortige Reanimation kommt es durch die Unterbrechung des Blutkreislaufs und mangelnde Sauerstoffversorgung schon nach wenigen Minuten zum Gehirntod beim Betroffenen. Ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) für daheim – auch „Laien-Defibrillator“ genannt – beseitigt zwar den Herzstillstand, ist aber nur ergänzend zur Herzdruckmassage sinnvoll, um keine wertvolle Zeit zu verlieren. Bestenfalls sind mindestens zwei Helfer zur Stelle: Während der eine den AED holt, führt der andere durchgängig die Herzdruckmassage aus.

Weitere Informationen

Einen kostenfreien Herznotfall-Ratgeber der Deutsche Herzstiftung können Sie hier bestellen. Einen kurzen Film zur richtigen Durchführung der Herzdruckmassage sehen Sie hier.

Quelle: Deutsche Herzstiftung

Lebensmittel richtig kühlen

05:45, 20.06.2017

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Bakterien lieben Hitze. Grillfleisch, Salatsoßen und Eis sollten deshalb immer gut gekühlt werden. Wie Lebensmittel bei Hitze „cool“ bleiben. 

Schon nach 20 Minuten ohne Kühlung kann sich aus empfindlichen Lebensmitteln wie Fleisch die Anzahl an E.-coli-Bakterien verdoppeln. Auch Salmonellen vermehren sich bei Hitze besonders gut. Um einer durchschlagenden Wirkung des Grillfests vorzubeugen, darf die Kühlkette deshalb nicht unterbrochen werden. Das gilt besonders für tiefgekühlte Produkte. Ist zum Beispiel Eis nach dem Transport schon angetaut und an den Rändern bereits flüssig, darf es nicht mehr eingefroren werden. Zu groß ist das Risiko, dass sich bereits gesundheitsschädliche Keime gebildet haben.

Bei Hitze Kühlschrank auf 2 Grad einstellen

Bei Hitze sollte man immer mit einer Kühl- oder Isoliertasche einkaufen, empfiehlt Melanie Bauermann, Lebensmittelexpertin bei TÜV Rheinland. Haben es die Lebensmittel kühl bis nach Hause geschafft, ziehen Sie am besten sofort in den Kühl- oder Gefrierschrank um. In Hitzephasen ist es ratsam, den Kühlschrank auf etwa 2 Grad Celsius einzustellen, um eine ausreichende Kühlung zu gewährleisten. Zudem gehören dann auch Lebensmittel in den Kühlschrank, die dort sonst nicht aufbewahrt werden müssen, zum Beispiel angebrochene Grill-Saucenflaschen, Marmeladen und Säfte. Prinzipiell gilt: Auf der Glasplatte im Kühlschrank ist es am kältesten, und daher ist diese der beste Ort für Fleischwaren, Fisch und Käse.

Grillen und Picknick am besten mit Kühlbox

Steht vor dem Grillfest eine längere Fahrt an, eignen sich Kühlboxen für den Lebensmitteltransport. Gut platziert sind sie im Fußraum hinter den Vordersitzen oder im Kofferraum. Sie werden mit Akkus oder Strom gekühlt. Die klassische Kühlbox, bestückt mit zwei Kühlakkus, ist ideal für zwei- bis vierstündige Ausflüge. Für längere Touren empfehlen sich Boxen mit Stromanschluss und eigenem Kühlaggregat. Sie lassen sich entweder über den Zigarettenanzünder an die 12-Volt-Autobatterie oder per Netzstecker an das 230-Volt-Stromnetz anschließen. Billig sind sie nicht, doch dafür halten sie den Imbiss frisch solange der Strom fließt. Wird der Stromfluss unterbrochen, helfen auch hier Kühlakkus, die gewünschte Temperatur noch eine Zeit lang zu halten.

Aber Achtung: Bei längeren Standzeiten ist darauf zu achten, dass die Kühlbox die Autobatterie nicht vollkommen entleert. Hier schafft ein Batterieschutz Abhilfe, der in manchen Boxen fest eingebaut ist oder als Zubehörteil zwischen Batterie und Box geschaltet wird. Er stoppt die Stromzufuhr zum mobilen Kühlschrank rechtzeitig: So lässt sich das Auto starten und die Reise kann weitergehen.

Quelle: TÜV Rheinland

Unwillkürliches Zittern

05:49, 19.06.2017

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Unwillkürliches Zittern tritt nicht immer als Folge einer neurologischen Erkrankung auf. Auch Aufregung oder Stress können die Muskeln zittern lassen. Was Betroffenen hilft.

Unwillkürliches Zittern (essentieller Tremor) gehört zu den häufigsten Bewegungsstörungen und tritt ohne erkennbare neurologische Grunderkrankung auf. Die familiäre Häufung deutet auf genetische Ursachen hin. In der Regel verläuft die Erkrankung chronisch und schreitet langsam fort. Dabei können unterschiedliche Muskelgruppen betroffen sein, selbst die Stimme. Alltägliche Aktivitäten wie Essen, Schreiben oder Anziehen werden zur Herausforderung, da Bewegungen nicht mehr kontrollierbar sind. Aufregung, Stress oder Unsicherheit verstärken meist das Zittern.

Entspannungstechniken helfen bei leichtem Zittern

„Für Betroffene mit leichten bis moderaten Bewegungsstörungen ist es dann hilfreich, sich geeignete Kompensationsmaßnahmen anzueignen, die einer Zunahme des Zitterns bei Stress und Nervosität entgegenwirken“, rät Dr. Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) mit Sitz in Krefeld. „Durch Anwendung von Entspannungstechniken wie Autogenem Training oder Progressiver Muskelentspannung können Patienten lernen, Tremor-Spitzen in einem gewissen Maße über einen begrenzten Zeitraum zu beeinflussen und zu verringern. Werden die Verfahren gut beherrscht, um Stress und Anspannung zu lösen, können sie bei Bedarf ganz gezielt eingesetzt werden.“

Medikamente lindern starke Symptome

Bei mittelschwerem bis schwer ausgeprägtem Zittern sind Entspannungstechniken allerdings meist nicht mehr ausreichend wirksam. In diesem Fall profitieren die meisten Patienten von einer medikamentösen Therapie. „Zur Behandlung kommen Betablocker wie Propranolol oder entkrampfende Wirkstoffe wie Primidon in Frage, die einzeln oder in Kombination individuell eingesetzt werden können. Sind Kopf oder Stimme vom Tremor betroffen, kann der wiederholte Einsatz von Botulinumtoxin wirkungsvoll sein“, ergänzt der niedergelassene Nervenarzt. Betroffene sollten einen Neurologen aufsuchen und eine Therapie wahrnehmen, wenn sie Einschränkungen im Alltag verspüren und einen Leidensdruck haben.

Quelle: Berufsverband Deutscher Nervenärzte

Blutspenden rettet Leben

05:45, 16.06.2017

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Ob nach schweren Unfällen oder bei der Behandlung bösartiger Krankheiten: Blutkonserven und Blutprodukte werden immer gebraucht. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) informiert zum Thema mit zwei Filmen.

Für einen gesunden Erwachsenen ist Blutspenden keine große Belastung. Hinzu kommt ein regelmäßiger Gesundheitscheck und häufig noch eine kleine Entschädigung. Während die Spenderzahl in der Gesamtbevölkerung hierzulande recht hoch ist, sieht es unter den Jüngeren allerdings etwas anders aus: „Nur 35 Prozent der 18- bis 25-Jährigen haben schon einmal Blut gespendet. Deshalb ist es besonders wichtig, junge Leute zur Erstspende zu motivieren“, betont Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA.

Informationskampagne für junge Erwachsene

Um vor allem junge Erwachsene anzusprechen, hat die BZgA zwei kurze Filme zum Thema veröffentlicht. Diese informieren darüber, wie eine Blutspende abläuft und was mit dem Blut anschließend passiert. Die Filme lassen sich hier anschauen.

Wer darf überhaupt spenden?

Grundsätzlich darf jeder gesunde Erwachsene zwischen 18 und 68 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 50 kg Blut spenden – ausgenommen sind Schwangere, chronisch Kranke und bestimmte Risikogruppen. Um den Verlust der roten Blutkörperchen wieder auszugleichen, dürfen Frauen nur viermal und Männer sechsmal pro Jahr Blut spenden. Andere Blutprodukte wie Blutplasma können bei Eignung häufiger gespendet werden.

Eine bundesweite Liste an Blutspendeeinrichtungen findet sich hier.

Quelle: BZgA



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